1899 kauften Johann und Maria Josefa Ambühl-Bürli aus einer öffentlichen Konkurssteigerung im „Gasthause zum Adler“ die Liegenschaft im Städtchen Sempach“. Sohn Josef (1889-1918) verstarb an einer Grippe, Tochter Marie (1890-1983) heiratete 1921 auf Wunsch von Pfarrer Erni, Ferdinand Sigrist. Diese beiden übernahmen auch sogleich die Handlung in Sempach.


  

Ferdinand und Marie Sigrist-Ambühl zogen fünf Kinder gross: Maria geb. 1924, Ferdinand geb. 1926, Seppi und Anneli (Zwillinge) geb. 1928, Kaspar geb. 1933. Sie erneuerten 1936 die Hausfassaden und bauten das Geschäft um, bis Sie 1952 das Haus und das Geschäft an Ihren Sohn Ferdinand Sigrist jun. übertrugen.


  

1953 hiess es dann Ferdinand und Annemarie Sigrist-Gschwend. Sie brachten sechs Kinder zur Welt: Ferdinand geb. 1953, Annemarie 1955, Rita 1958, Luzia 1963, Regula 1967, Norbert 1969 (verstarb jedoch gleich nach der Geburt)


  

Mit einfachen Mitteln wurde 1957 mit dem Aushub von 1000 m³ Fels begonnen, um das Geschäft zu erweitern. Die Kreditsperre zwang sie jedoch, das grosse Loch nutzlos liegen zu lassen. Dank privaten Krediten konnten die Beiden dann ihren Traum 1962 verwirklichen.


  

Laufend wurde in der Stadtstrasse 15 saniert, repariert und gebaut. Es entstanden wunderschöne Wohnungen. 1995 wurde die Nachfolge mit der jüngsten Tochter, Regula Sigrist, geregelt. 1999 eröffnete Regula Sigrist einen neuen modernen Laden mit Kleidern für die ganze Familie. Für Ferdinand Sigrist war damit sein Lebenswerk beendet und der geliebte Vater und Grossvater von sieben Enkeln verstarb im Dezember während einer stürmischen Nacht.


  

2012 Übernimmt ihre Schwester Luzia Sigrist, zusammen mit ihrer Tochter Melanie Eltschinger das Geschäft. Das Zeitalter der fünften Generation ist somit eröffnet. Bezüglich Stadtbild und Mode hat sich einiges getan, aber unser gute alte Pilatus bleibt unverwechselbar.