Viskose ist keine Kunstfaser, sondern ein Produkt aus natürlicher Cellulose

Herstellung

Mit Natronlauge werden die Zellstoffe (zumeist aus Holzarten wie Buche, Eukalyptus oder Fichte gewonnen) zersetzt und anschliessend durch zu Setzung von Schwefelkohlenstoff eine ‚viskose‘ (=zähe), orange-gelbe Masse gewonnen. In mehreren Arbeitsgängen werden durch stetiges Entlüften und Trennen sowie das Durchschießen durch Düsen die fertigen Fasern – die sogenannten Filamente – gewonnen, aus denen Viskose-Stoffe gewebt werden. Das Endprodukt besteht dann zu 90% aus natürlicher Cellulose und die restlichen 10% aus Wachs und Pektin.

Eigenschaften

Der Beiname Kunstseide lässt auf die besonderen Qualitäten von Viskose zurück schliessen. Als Naturprodukt ist es hautfreundlich, verhindert unangenehmen Schweißgeruch auf dem Gewebe, ist jedoch nicht dehnbar. Der reine Viskosestoff neigt sehr zum Knittern, was durch Beigabe von weiteren Fasern wie Kreppgarnen gemildert werden kann. Viskose lässt sich nahezu beliebig färben. Es kann bis zu 400 % des Eigengewichts an Wasser aufnehmen. Aufgrund der industriellen Herstellung schenkt ein absolut gleichmäßiger Faden dem Viskosestoff auch eine dementsprechend gleichmäßige Optik.

Pflege

Ein Wäschenetz und die Verwendung eines Flüssigwaschmittels wird geraten. Die Trommel sollte nicht zu gefüllt sein. Zum trocknen die Teile idealerweise tropfnass aufhängen oder über ein paar Drähte legen. Der Trockner ist absolut tabu. Zur Fleckentfernung kann Gallseife dienen. Dies sollte zuvor an einer unsichtbaren Stelle getestet werden. Ähnlich wie echte Seide bügelt man Viskose am besten noch etwas feucht auf niedriger Stufe.